ich habe natürlich nicht auf p. gehört. was taugt dann p. überhaupt, wenn ich gar nicht auf sie höre? ich rede gern und p. hört zu und das macht sie ganz gut, obwohl sie dann immer diesen merkwürdigen mitleidigen blick hat und dann zeigt sie auf ihren arm und sagt ‘oh gott’ und will andeuten, dass sie von dem, was ich erzähle gänsehaut bekommt. völlig überspitzt. denn eigentlich ist es doch gar nicht derart abartig. unnormal. es passiet doch ständig und überall. wieso dann dieses problem? ist es das überhaupt? und das hier, ist ein gefäß. ja. ich sollte ein gefäß haben, entwickeln, damit ich meiner außenwelt nicht so auf die nerven gehe, denn es kann ganz schön anstrengend sein, immer und immer wieder das gleiche zu hören und immer und immer wieder das selbe sagen zu müssen und feststellen zu müssen, dass kein ergebnis, keine früchte folgen. man dreht sich eben einfach nur gerne im kreis. ich drehe mich einfach gerne im kreis. und ich habe das gefühl ich versumpfe. nennt man das so? ich versinke und ich denke, das mache nur ich und wenn, dann machen es andere wohl mit ein bisschen mehr.. stil? nein, nicht stil. eher nicht so auffällig. aber mir sieht man es ja anscheinend sogar an. wenn ich einen raum betrete. ich merke das nicht. ich denke, ich kaschiere alles ganz gut. mach ich aber nicht. anscheinend. wie schon gesagt, ich merke es ja nicht. ich merke vieles zur zeit nicht. auch nicht, ob ich ‘echt’ bin oder nicht. identitätskrise deluxe ! ich könnte selbst jetzt nicht sagen welche c. gerade spricht. die ‘echte’ oder die ‘falsche’, die mit der riesigen mauer um sich herum. ich erkenn es nicht mehr (wie kann ich es dann von dir verlangen?) ich glaube das hier ist gerade die, mit der fasade. weil die andere, die würde sich das gar nicht trauen. so großkotzig zu jammern. oder? und ich hasse dieses kopfkino, hasse es mich zu fragen, was man tut, ob man lacht und wie man lacht und wie man sich die zeit vertreibt und die gedanken weg. wenn da überhaupt noch gedanken sind. und wenn? dann führen die zu nichts.denn jeder mensch tut, was jeder mensch tun will (will man das? was auch immer das ist? fühlt sich das gut an?) und weil jeder mensch sich wohl doch am liebsten mag, man vor allem, sich, im moment, das größte, wird sich nichts ändern. und dass man sich selbst dazu gemacht hat, das ist einem vielleicht bewusst, aber man gefällt sich in der rolle und andere gefallen einem nicht mehr. ein schlechtes bild im kopf. und wieso sollte man das in einer schwierigen prozedur wieder rauskratzen wollen? weil andere sagen, dass sich das lohnen würde? wieso würde sich das lohnen? was würde auf einen warten? glück und hochgefühl. vielleicht. aber das bräuchte geduld und zeit und die hat man nicht. und alles übrige?
es ist unsinn. es ist ein spiel. und ich hasse es. dieses blöde loch und es zieht mich rein und ich hasse es und ich weiß nicht woher das plötzlich kommt. ich wach auf und wimmer und traue mich nicht daran zu denken, zwinge mich, es nicht zu tun und dann tue ich es doch. wie man im auto sitzt und die strecken, die man fuhr oder noch weiter zurück, die sternschnuppennacht und man sagt ‘immer wenn du dich an etwas erinnerst, wirft es dich zurück’ und das klingt, als würde es einen nicht mehr zurückwerfen. als würde man sich erinnern, aber es würde einen nicht mehr treffen. und wenn, dann nicht mehr so stark, wie man denkt oder dachte. das heißt man ist einen weiten schritt voraus. wenn es denn stimmt.
ich weiß ja nicht mehr was stimmt und was nicht.

die natur hat irgendwann entschieden, dass alles einmal zu ende geht. das warme wasser wird kalt und der schnee fängt an zu schmelzen. irgendwann ist immer alles verschwunden. aber wasser kann man wieder aufwärmen und der schnee kommt jedes jahr aufs neue. nur die gefühle. die tauchen manchmal niemals wieder auf.

was hat man denn noch? wenn man in allem erschüttert wurde, was man glaubte. oder glaubte zu wissen.
den glauben an sich selbst verloren, geschweigedenn weiß man wer man ist. den glauben an die welt da draußen verloren, weil man dachte, wenn man gutes tut, bekommt man gutes zurück.
woher soll man das wieder nehmen.

ich weiß nicht was das soll. es ist in meinem kopf und der wunsch, dass es da ist, mit allem was es ist oder besser mal war.
ich möchte dass man seinen kopf wieder auf meine brust legt und neben mir atmet. und ich möchte, dass das echt ist. dass man es will. den kopf dort. das soll sich richtig anfühlen. kann es nicht mehr. nie. und das heißt, dass dieser kopf auch nie mehr da liegen wird.
und eigentlich würde ich gerne meinen kopf auf diese brust legen. und dann möchte ich, dass dieser körper mir zuflüstert, was in ihm los ist. aber das geht nicht. man kann nicht in einen menschen hineinhören, geschweigedenn sehen. und darum vertraut man eigentlich darauf, was der mensch einem sagt. das mache ich aber nicht. ich denke es ist alles nicht ehrlich. dann verlange ich nach der wahrheit. das ist das einzige was ich will. ehrlich wissen, was man ehrlich fühlt und denkt. und wenn es das ist? aber woher soll man das wissen? und woher soll ich es wissen?

(andere sagen, ich bin ‘wundervoll’. ich glaube das nicht. ich hab es mal ‘geglaubt’. ich habe darüber gelacht und es abgewunken, aber ich habe es aufgenommen. jetzt nehme ich es nicht mehr auf. denn der mensch, der mir wirklich nah war und mich somit wohl am besten kannte, der fand mich wohl nicht so wundervoll. was sagt das aus?)

~ von hirnflimmern am 4. Januar 2011.

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