eine zugfahrt.
ich finde einen gedanken zu verlieren ist das größte, was man verlieren kann. eine idee oder ähnliches. und dann denke ich mir, dass ich ihn festhalten sollte, mit stift und papier. nur habe ich beides nicht immer parat und so verschwindet alles. und wenn ich einen gedanken einfange, aufschreibe, ertappe ich mich dabei, wie ich versuche ihn schön zu machen, mehr raus zu holen, als wäre der gedanke selbst nicht genug. als wäre alles nicht genug. und ich selektiere, innerlich. welcher gedanke ist es wert aufgeschrieben zu werden, welcher nicht. und die, die es nicht aufs papier geschafft haben, die bleiben in meinem kopf und was in meinem kopf ist, ist wichtig, obwohl ich das auch nicht mehr mit sicherheit sagen kann, denn anscheinend regiert mein kopf das herz und das ist nicht gut, obwohl jeder meint, dass es das sei. es ist alles viel zu viel. mein kopf fühlt sich schwer an und ich würde gerne alles raus haben, leer sein, so wie viele. und das mit dem ‘drehbuch’ habe ich irgendwie nicht verstanden. wenn meine geschichte, mein drehbuch so geschrieben ist, dass ich am ende immer verlassen werde, wieso kann oder will ich es dann nicht umschreiben. da wär ich doch auch selbst drauf gekommen. bin ich irgendwie auch. also wieso tu ich es nicht? und wenn ich es tun will, so wie jetzt, dann merke ich, es funktioniert nicht. zwecklos. es piept. oder geht es um den weg dorthin? (die brille.) selbstsabotage, problemsuche, alles kompliziert machen (verhindern)? fühlt sich an, als würde eine blaue gewundene schlange aus dem kugelschreiber kriechen und jeder, der das liest muss sich fragen ‘wo kommt die her?’ blaue schlangen leben in meinem kopf. und da will ich sie nicht haben. ich dachte immer ich wäre mir selbst schlüssig, hätte den vollen durchblick und jetzt merke ich, da ist nichts, was ich begreife oder verstehe. ich bin mir selbst zu viel, selbst zu kompliziert. ich würde mich selber gerne verlassen, gerne von mir trennen. danke niels frevert. mieses lied, schöner titel. ‘wenn das nicht gewesen wäre damals, dann wären wir anders. wären wir dann besser?’ wir wären anders, wir wären besser. oder? killesberg. pflasterweg oder war es teer? teer und es ging abwärts (die kleine hütte hinten im wald. die bank. und regen regen regen. käfer.), der turm, musik und eine kamera, der kleine frosch. DER FROSCH. wieso muss gutes so weh tun (armselig.), wieso muss gutes aufhören, war es jemals gut. wer weiß das schon. bausch ich alles auf. wer weiß das schon. die, die das denken, die wissen das, denken es zu wissen. ich weiß das nicht. rotes auto. zucke jedes mal zusammen, wenn ich ein rotes auto sehe oder pfotenabdrücke im schnee. ‘was habe ich mit dir gemacht?’ hast du überhaupt die macht etwas mit mir zu machen? nein. bin das ich? keine ahnung. blaue schlange und hundespuren und dein arm um mich und deine ausgebreiteten arme vor mir. u-bahn haltestelle und kalter wind und ich suche, finde wärme und leberflecken auf deinem rücken. dieser verdammte rücken, den ich jedes mal deutlich im kopf habe, das bild. abwehr und gleichzeitig das vertrauteste und wärmste und beste. der rücken. nicht du. nicht mehr. nur wenn du gackerst und lachst, dein bart wächst. gut, dass er weg ist. der bart warst du, du warst meins. der bart ist weg, du auch. ich will wieder bart. ich erkenn dich nicht wieder. auf dem bild, das lächerlich ist, nicht das bild, der umstand. erkenn ich dich nicht wieder, bist nicht du. red beard, käpt’n. die postkarte und wie ich dich vermisst habe, zehn tage. dann raus aus dem flugzeug, grün, raus aus der bahn, weiß, stehst du da, rot. herzweh nach hirnflimmern. CUT. kalte milch mit schokolade. es geht weiter. für wen mache ich das eigentlich. ich glaube für mich, damit du das liest. wer? dann nicht für mich, nicht für dich, weil ich das nicht will, aber trotzdem tu. am ende bleibt nichts davon übrig. keine blauen schlangen, nur weiße buchstaben. nicht das selbe. umgeschrieben, schön gemacht, nicht genug. genau wie ich. was hab ich getan, ich bin doch gut (alte laier.) wäre aber gerne normal. bin nicht bekloppt, nur ein wenig stark kaputt (wie soll man so einen menschen lieben?) kaputtes spielzeug. passt ja. für fünf sekunden war mein kopf leer. raus aus dem fenster gestarrt, wie in trance. das gleiche gerade nochmal versucht, kopf geneigt, blick aus dem fenster, dann der gedanke ‘schiene’. versuch fehlgeschlagen. brombeerfarbener lippenstift. ich hätte gerne ein denkarium und einen zauberstab oder ein diktiergerät für meinen kopf. dranheben, aufnehmen, weg damit (deine hand in meiner.) beschriftet und irgendwo weggeordnet. steht denn alles niemals still. the world spins madly on und dein lied habe ich gestern gar nicht angehört. weiß nur, da ist something bigger than us und das war für mich nicht möglich und ich schreibe ‘war’ weil ‘ist’ nach obsession und abhängigkeit klingt (so wie alles hier. will ich nicht.) bin ich nicht, will ich nicht. kleines kind, verbrauchte menschen. die welt ist dreckig und gemein und jeder glückscent auf dem boden verliert seine wirkung, weil der boden schmutzig ist (schwachsinn.) von wem habe ich das. die welt ist hässlich. der gisbert, der gisbert (und ich schrieb: allein du.) du hälst mich für durchgeknallt. auch wenn du nicht gaffst (‘bist du irgendwie süchtig nach mir?’) du bist ganz überrascht, ganz erstaunt, sowas hast du noch nie erlebt. und ich fühle mich begafft. der punkt war hart. genau wie du. samstagmorgens. mochte ich immer gern (oh gott.) wieso. this real touch, you know. not this touch to be touched touch (nicht echt. schon lange nicht mehr. wieso?) straff. breathtaking. es war wie treiben, wie fließen. in deinem arm, ganz am anfang. samstagmorgens. wie nach hause kommen. voller lügen. (‘you know, you should take a piece of paper and write down what is in your mind. then leave it. after one week you’ll read what you’ve wrote and you’ll see if it was that important. if it’s not, then leave it. if it still is, then do something.’) ein diktiergerät für meinen kopf. ‘und sie sollten sich in naher zukunft an niemanden mehr binden. das, was da drin ist, das ist doch wichtig.’ pfff. was auch immer, ein satz für alle fälle. ich laufe, schreiben funktioniert nicht. bullshit. kraftausdrücke machen vieles leichter (aber hassen kann ich dich nicht. fällt nur auf mich zurück. ich dummes dummes ding.) ein faible fürs fluchen und lügen und manipulieren. später werde ich nicht mehr wissen, was das heißt (doch.) das geschriebene. ein zug fährt durch. genau wie du, durch mich. mein leben. eigentlich völlig normal (ich weiß.) passiert halt. menschen kommen, menschen gehen. NEIN. zimmertür zu. spielzeughund auf der fensterbank. schäferhund. kalt. neon. übelkeit. gestolpert. verdammte rote autos. zwei. auf dieser straße, stehst du und winkst. neuer haarschnitt. SCHOCK. tränen. wie in trance. innen ganz heiß. das bist doch nur du. ‘die beziehung ist nicht stimmig’ süchtig. kindheit. nicht bereit. sucht nur was anderes. kein vergleich. habe das buch nie gelesen. ‘.. spürte den festen körper -er ruft nachher noch einmal an, sagte sie, ich wette, dass er noch einmal anruft und fragt, ob er nicht doch kommen könnte, und ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob ich das dann noch will.’ (wie ich.) wer hätte glücklich sein können? (hätten wir glücklich sein können? (wieso noch denken. es ist vorbei.(oder?)))
