[...] befrei’ deinen kopf ab und zu.
und wenn du deine füße auf dem boden siehst, das hilft (manchmal) schon.
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Port O’Brien – Calm me Down

[...] befrei’ deinen kopf ab und zu.
und wenn du deine füße auf dem boden siehst, das hilft (manchmal) schon.
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Port O’Brien – Calm me Down
»Immer! Das ist ein schreckliches Wort. Es macht mich schaudern, sooft ich es höre.
Die Weiber brauchen es mit Vorliebe. Sie vernichten jede Romantik, indem sie versuchen, sie zu verewigen.
Der einzige Unterschied zwischen einer Kaprice und einer lebenslänglichen Leidenschaft ist der, daß erstere ein wenig länger anhält.«
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Oscar Wilde ‘Das Bildnis des Dorian Gray’
Der Weg soll sich tiefer hineingraben ins Bild, in den Untergrund des Bildes, damit hinaus aus dem zweidimensionalen Raum, wo sich das Leben der Menschen (aus manchen Perspektiven auch ihr Leben) abspielt, abgespielt hat, das bißchen Wirklichkeit. Die Haut ist nicht mehr die fühllose Begrenzung zwischen dem eigenen Körper und den Dingen rundum, der Luft, den Straßen und Bäumen, dem Himmel über dem Kopf, den Blicken der anderen Tiere und Menschen. Die Hand, die den Kugelschreiber hält, kreuzt Punkte am Stadtplan an und zieht mit dem Finger Linien; sie fühlt, wie weit ihre Zehen vom Rücken entfernt sind, wie weit wiederum ihr Rücken von ihrem Gaumen, kann die Strecke nachzeichnen, die von ihrem Gaumen (wo sie einen Geschmack nachkostet, der wie ein befreites Lachen ist, wie die ausstrahlende Berührung ihrer Zunge mit einer fremden Zunge) ins Innere ihres Gehirns führt; dort ruht sie auf einer Wiese, allein, auf einem von Häusern umgrenzten Platz; dort tut sich ein tiefer Schacht auf, der ihr Denken immer anzieht. [...]
Zeitschichten schieben sich übereinander, es fällt ihr schwer, den einzelnen Moment zu finden, auf den es gerade ankommt, den Moment der Gegenwart, so als wäre sie dafür noch zu wach.
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Thomas Stangl ‘Ihre Musik’
wenn ich nachmittags auf meinem schreibtischstuhl sitze, es regnet draußen. das fenster ist offen, die bank davor bereits nass.
die dielen an der decke lächeln mich an. ich lächle zurück. und ich kiekse und bin glücklich.
ja, ich bin glücklich.
sturzregen wild-
mein ohr: sein körper
mein körper: sein ohr
und blitze
und schnellerer
puls

‘und ich weiß, es liegt an mir.’
‘es liegt immer an dir.’
‘Wer alte Wunden leckt, hat keinen freien Mund zum Küssen.’
Andreas Tenzer
Galaktisches Licht
Am Ende des Tages, wenn alles gesagt und fast alles
abgelegt wurde (Kleider, Haltungen, fixe Ideen),
wenn Kraft nur zum Murmeln noch bleibt, zum
Verstreuen
von Wörtern, untätigem Tun, ohne daß eine
Schaltstelle
verantwortlich wäre oder ein Dämon …
Wenn dunkle Fetzen (Schwalben? Gedanken?) um
den Wolkenkratzer
spuken und ein Jet sie gelassen durchstreicht:
Sag noch einmal etwas Verbindliches! Oder sag mir
jemand,
der es weiß! Es ist die Stunde, da das Blau schwarz und
schwärzer wird, da alles abrutscht, während du gern
etwas
festhalten würdest, und sei es ein Quentchen Schmerz,
klar umrissen wie eine Hostie oder ein Aspirin,
aber noch im Liegen gleitest du, gleitet es unter dir,
dieses Stück Boden scheint nicht verläßlich genug, um
deine vier
Gliedmaßen einzuzeichnen, das Signal, daß es dich
einmal hier gab -
mich, uns, euch -, des Mikrokosmos eingebildete
Erben.
Die Silhouette der Stadt, nachts: als seien heimlich
Ufos gelandet, monströses Gerät, unnahbar fremd
dem,
was vor Zeiten hier lebte (Flechten, Schmetterlinge,
Schlingpflanzen).
Mit galaktisch gepunktetem Licht offenbaren sie
ihre astrale Komplizenschaft – und oben, zwischen
Antennen,
zeigen die roten Warnlampen an, daß hier zu wohnen
letztlich dem Aufenthalt in einem Grab gleicht.
Was jetzt noch übrig ist, hat das Recht, für sich zu sein.
Der von der Hochhauskante durchschnittene Blitz.
Die Frau im Fenster-
spalt, den Büstenhalter lösend. Das zu den Rändern hin
verfärbte Blatt Papier. Ich lasse sie so, wie sie gerade
sind.
Stecke einen Bezirk ab, der weiß bleibt.
von Ulrich Johannes Beil
Needle in the Hay
und ich erinnere mich. zurück.
zurück zu diesem fenster, zurück zu diesem lied und den füßen. die selben füße, warm von der sonne.
und ich liege dort. stur und starr. [genau wie du. inmeinemkopf vielleicht auch tiefer.]
‘glück ist es nicht. es ist zufall.’
ein lagerfeuer neben deinem bett und eine nacht am berliner meer. salzwasser an meiner wange.
doch sag, hat sich denn nichts bewegt?
well, I’ve been afraid of changing cause I’ve built my life around you
[...] & I’m getting older, too
I get older, too
anscheinend nicht.
denn es klingelt. und du wirfst mich wieder aus der bahn.
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Die alten, winter-kalten Gedanken verfliegen,
wie Rauch im lauen Wind,
wenn wir in den Wiesen liegen und etwas neues beginnt.
Ich finde wieder die richtigen Worte, ich treffe wieder den richtigen Ton
Ich kann dem Drang nicht widerstehen,
könnt ich doch die Zeit vordrehen..
ein komisches quartett.
aber ‘wisst ihr was kitschig ist? um nichts auf der welt würde ich diesen moment verpassen wollen.’
leises tröpfeln auf stillem wasser. die sonne im rücken, den regenbogen vor augen.
‘oh gott. das ist wirklich kitschig.’
aber man kann ja nicht nur traurige lieder singen.
ich bin bis zum rand voll mit buchstaben.
ausgefüllt mit worten.
ich habe gar keinen platz mehr für eigene gedanken.
blauer himmel und diese blütenblätter.
wie eine daunendecke über meinem kopf, wie rosa watte in baumkronen.
ich schlage das buch zu.
ich möchte diesen moment atmen.
ihn mit sinnen festhalten.
ich schmecke heidelbeeren an meinen lippen, worte auf meiner zunge.
und ich lausche.
atmen. ein und aus.
‘ganz ruhig. ist doch alles gut jetzt.’
So what if you catch me, where would we land?
maybe in somebody’s life for taking his hands..